Borkenberge / Haltern am See
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Opferstein

Der Opferstein in den Borkenberge zerfällt, Schade. Der Opferstein war bis zu den 70er Jahren die Attraktionen. Viele Autoren schrieben über den Opferstein. Der Stein wurde mit Legenden und Sagen nur so überschüttet. Jährlich gingen nach Schätzungen über 10.000! Menschen dorthin. Eine Rettung des Opfersteins wäre angebracht.

Opferstein Foto ca. so um  1950 bis 1956

Der Opferstein ( wurde auch von den Sythener „Der dicker Stein“ genannt), war in den Borkenberge bis 1966 ein beliebter Ausflugziel für jung und alt. Regelmäßig besuchten den Opferstein Schulklassen aus nah und fern. Lehrpersonen erzählten dann von der heidnische Kultstätte, deren Sagen und Geschichten um den Stein, so dass mancher Schüler dachte, es wäre wirklich hier alles geschehen. Aus den Umliegenen Ausfluglokale provititen von der Odin Sage, machten mit den Opferstein Werbung, auf ihren Ansichkarten ect.

 Alle Autoren schrieben ihre eigenen Geschichten
 

Opferstein 1954 Foto Quelle:  Buch "Das Dorf Sythen" 1955 / Foto: Unbk.

Zum Beispiel: L. Biefeld aus Dülmen schrieb im Heimatkalender Kreis Coesfeld 1927.

Durch die Kiefern abwärts führt der Weg nach Westen zu. Nach etwa hundert Schritt erscheint, am Abhang hervorragend, ein bemooster Felsblock vom einem Meter Höhe, der auf zwei unter ihm hervortretenden Blöcken ruht. Seine Fläche ist mit rätselhaften Bildern bedeckt. Rechts eine gerade, breite ( Blut-) Rinne, dann folgen nch links zwei holzschuhartige Abdrücke von Menschensohlen.


Weite eine vertieftes Dreieck; -dann ein Loch und dahinter mehrere Eindrücke von Hundepfoten.



Das war der Opfertisch des Wodan oder Odin, des höchsten Gottes der Germanen. Sein Fußstand dort, daneben lag ein Trinkhorn ( oder Dreieck ).


Das Loch stellt den nie fehlenden Speer da. In ihm steckte die zum Halten des Opfers dienende Lanze. Die Tierfährten gehörten seinen beiden Rüden Frecki und Geri.
In die Vertiefung des Trinkhorns wurde Met und Opferblut gegossen, das Opferfleisch aber auf die Fährten der Hunde geworfen; denn Gott selbst aß nicht, sondern trank nur. Wir vernehmen im Geist das Jammergestöhn der als Opfer bestimmten Gefangenen, das Wiehern der heiligen Pferde ( Sleipnir), den eintönigen Gesang der Priester und das rohe Jauchzen des schweigenden Volkes. Odins Raben ( sind heute noch Anwesen ), Hugin und Munin, umkreisen mit heiserem Gekrächze den rauchenden Opferherd.






Der Autor Joseph Schäfer, beschrieb 1938 in Vestischen Heimat Kalender, den Opferstein mit Sagen aus Sythen ( teil-quelle). Diese Sage hat Ähnlichkeiten mit der Geschichte von Aachener Dom!






Wie der Große Stein nach Sythen kam! Der Teufel verdroß es, daß die Leute in Sythen sehr fromm waren. Um sie deshalb von Erdboden zu vertilgen, raste es durch die Lüfte nach Seppenrade, nahm von dort einen gewaltigen Stein mit und macht sich damit aus nach Sythen. Kein Haus sollte mehr in Sythen stehe bleiben. Aber den Teufel wurde der „Dicke Stein“ zu schwer. Als er kruz vor Sythen auch noch die Borkenberge überwunden musste, entglitt ihn der Dicke Stein aus seine Klauen und blieb auf einem Hügen liegen, dieser Hügen wurde zur dieser Zeit Steinberg genannt.










Oben: Ein Historisch Aufnahme von Herbert Mertmann zeigt den Opferstein aus dem Jahre 1950 
Unten:  An gleicher Stelle 2014. Der hintere Brocken ist schon weg.