Borkenberge / Haltern am See
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Opferstein Sage

Die Neue Opferstein ( Borkenberge ) Sage  von Burkhard Lüning  00.11.2015


Der Opferstein im Nebel.  Foto: So um die 1890-1900 / Quelle: Unbekannt

Opferstein in den Borkenberge.

Über den Opferstein in den Borkenbergen gibt es viele Sagen.

Auffällig ist bei den hier bekannten Sagen, dank des Internets, dass es in anderen Orten, die gleichen oder zum Teil identische Sagen gibt.  Besonders die Opferstein Sage von Sythen. In der der Teufel die Kirche mit den dicken Felsbrocken zerstören will. Oder die mit dem Gold unter dem Opferstein. Für ein Ort, ist es von Bedeutung, eine eigene Sage zuhaben. Meistens werden sie leicht verändert oder kopiert.

 Meine Sage, schildert was ein Opferstein ist. Obwohl die Sage auf meiner Phantasie entsprungen ist.  So könnte sie in heutiger Zeit auch eine Wahre Geschichte darstellen. Denn den Ort, zahlreiche Fundstücke und die Ungebung gab es Wirklich ( Sythen).

Die Opferstein Sage

Die Opferstein-Sage von Burkhard Lüning

Dichte Nebelschwaden stehen über der Sumpf- und Moorlandschaft in einen kleinen Ort, zwischen Sythen und Hausdülmen (Diese Orte gab es zur jener Zeit noch nicht. Sie dienen hier nur als Orientierungshilfe.). Gespenstisch sieht man ein paar Hütten, die an einem morastigen Weg stehen. Hin und wieder liegen auch Baumstämme und Äste auf dem Weg, sie dienen als Knüppeldamm über den sumpfigen Grund. – Plötzlich taucht aus dem Nebel eine Gruppe von Menschen auf. Sie gehen einen ein Meter breiten Pfad entlang, der mit Holzstämmen belegt und mit vielen Wasserpfützen und Morast übersät ist. Die Leute tragen Lumpen, lange, löchrige Gewänder und auch ihre Füße sind teilweise in Lumpen gehüllt. Es ist die alltägliche Kleidung; denn wir befinden uns im Zeitraum um 1500 v.Chr.

Vorab gehen drei Männer mit Holzstöcken in der Hand, an deren Ende ein kleines Feuer lodert. Hinter den drei Männern sind zwei Kinder mit nacktem Oberkörper zu sehen. Sie sind an ihren Händen gefesselt. Die Kinder, ein Junge und ein Mädchen sind neun und zwölf Jahre alt. Ihre kleinen Oberkörper sind mit Symbolen bemalt. Die Symbole stellen Sonne, Mond und Sterne da. Hinter den Kindern, gehen zwei Frauen. Es sind die Mütter der Kinder. Die Frauen tragen Tonkrüge in ihren Händen. Ihnen folgt ein kleiner Trupp von weiteren Menschen, etwa 22 Leute. Es ist eine Sippe. Das gesamt Dorf ist unterwegs. Nach etwa sechs Kilometern geht die Sippe einen Berg hinauf. Nicht nur der Weg, auch der Berg ist sehr steinig.

Auf halber Höhe lichtet sich der Nebel. Die Sippe verteilt sich um den Berg. Sie knien, setzen, oder legen sich hin, den Blick nach oben gewandt. In etwa 125 Metern Höhe liegt ein riesiger Felsblock von ca. 5m (L) 3,5m (B) und 2,5m (H) auf dem Berggipfel. Am Nachthimmel hat der Mond eine ganz andere Farbe als sonst, er leuchtet der Kupferfarbige.

Auf dem Felsblocken steht ein größerer Mann, mit einer Maske vor seinem Gesicht, ein Schamane. Rechts und links auf seinen Schultern sitzen zwei Raben. Er sieht hoch zum Mond, während die beiden Männer mit den Fackeln und auch die Kinder den großen Felsblock auf einer wackligen Holzleiter hinaufkletterten. In der Ferne, ist Wolfsgeheul zu hören.

Als die beiden Kinder sich auf den Großen Stein niederknien, ertönt lauter Sprechgesang. Die Rede während der Gesänge ist deutlich zu hören. Sie gilt dem höchsten Gottheiten dieser Zeit: Sonne, Mond und den Sternen. Dieser große Felsblock ist ein Opferstein und die beiden Kinder sind die Opfergaben. Höchstwahrscheinlich, weil der Mond kupferfarbig ist (Auch bei Sonnenfinsternissen wurden solche Rituale abgehalten). – Dann geht alles ganz schnell. Blutgerinne läuft in Abständen den Felsblock herunter. Einige Leute versuchen das herunterlaufende Blut, mit Trinkhörnern aufzufangen. Plötzlich lodern große Flammen zum Himmel empor. Der Berg und sein Umkreis sind hell erleuchet. Dann verstummt der Gesang. Alle schauen zum Mond, der hell, in seiner alten Farbe am Himmel leuchtet. Ein Stöhnen und Jauchzen kam auf. Nach etwa fünf Stunden löste sich die Menschenmenge auf. Nur die zwei Frauen steigen noch einmal mit ihren Tonkrügen auf den „Opferstein“. Sie sammeln die Knochen der verbrannen, toten Kinder auf. Die Asche schaufelten sie in die Tonkrüge. Dann verließen sie den „Opferstein“. Nach sechs Kilometern Heimweg, begruben sie die Tonkrüge hinter einer Hütte, die an einen....


1952 wurde der Opferstein in den Borkenbergen von den britischen Besatzungstruppen teilweise gesprengt.  Der Grund dafür war, dass dort immer noch „Schwarze Messen“ abgehatten wurden. Die Inschrieft "Hier hausten-Hier raubten-Hier plünderten-Hier mordeten" , wurde von den „Schwarzen Brüdern eigerizt. Der Spruch ist noch heute auf dem Opferstein zu lesen.

 1967 wurde eine „Schwarze Messe“ von Jugendlichen dort beobachtet (sehe unten).


Unten: Opferstein in den Borkenberge  Foto: 1896  Quelle: Unbekannt.

 
In der Nähe von Sythen liegt in den Borkenberge der sogenannte Opferstein. An diesen kann sich „Karnickelhausen“-Experte Burkhard Lüning aufgrund eines schrecklichen Erlebnisses aus seiner Jugendzeit noch gut erinnern: Der damals 17-jährige wollte mit einem Freund an einem Freitag im Juli nahe der Borkenberge zelten. „Es war ideales Zeltwetter mit circa 20 Grad und Vollmond. Wir lagerten am Sandbach an einem Nebenweg, der wie der Hauptweg noch nicht abgesperrt war“, blickt er zurück. „Gegen 19.30 Uhr wunderten wir uns über die vielen Autos, die links und rechts vom Hauptweg standen. Immer neue kamen hinzu. Die Aussteigenden trugen alle schwarze Sachen, und zwei von ihnen noch lange Laken. Jeder hatte einen Rucksack, aus denen ein Stück Holz herausragte. Keiner von ihnen sprach ein Wort. Man hörte nur das Öffen und Zuschlagen der Autotüren. Wir sahen die Ruhrgebietskennzeichen wie beispielsweise GE, BO, E und DO.“ Neugierig folgten Lüning und sein Zeltkollege den eigenartigen Menschen, die vom Hauptweg abwichen und über den damaligen Hubschrauberlandeplatz gingen. Nur ein junges Mädchen sonderte sich ab und ging den Hauptweg weiter. Die Gruppe, so der Halterner in seiner weiteren Schilderung, durchquerte die „Wolfsschlucht" und stieg dann einen Berg hinauf.

„Dann schoss mir ein schrecklicher Gedanke durch den Kopf. Flüsternd sagte ich zu meinem Kumpel: ‚Die gehen zum Opferstein.’ Etwa 100 Meter vom Opferstein entfernt legten wir uns flach auf den Boden. Da wir Vollmond hatten, konnten wir das Geschehen gut beobachten. Die finsteren Gestalten holten Masken aus ihren Rucksäcken, setzten diese auf und holten noch ein kleines Kreuz hervor. Dann knieten sich alle hin. Auf dem Opferstein stand ein großes Kreuz auf dem Kopf. An der rechten und linken Seite des Balkenkreuzes brannten Teelichter. Dann murmelten alle irgend etwas. Plötzlich tauchte das junge Mädchen auf. Sie war nackt und trug auch eine Maske. Am Kreuz machte sie irgendwelche Verrenkungen und legte sich dann auf den Opferstein. Die Satanisten standen auf und gingen kreisförmig auf das Mädchen zu. Ich sagte zu meinem Begleiter: ‚Die werden jetzt das Mädchen opfern.’ ‚Nein’, entgegnete er, ‚komm, lass und abhauen, sonst sind wir noch dran.’

Ich hatte auch voll die Angst. Wir standen auf und gingen gebückt zurück. Erst als wir auf dem Hauptweg waren, trauten wir uns etwas zu sagen. Wir redeten die ganze Nacht darüber, konnten kein Auge zumachen und schworen uns, nicht darüber zu reden. Denn wir hatten Angst, dass sie uns holen würden.“


Quellen Text: Lokallust Haltern / 12. März 2016